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Heute Morgen beim Frühstück sagte Christiane, das wir die Jacken wohl nicht mehr brauchen nach der Hitze die letzten Tage. Aber es sollte anders kommen. Um halb neun fuhren wir los und mussten leider feststellen, dass das Zeichen für den Luftdruck wieder leuchtete. In der Nähe des Motels war ein Reifenservice den wir gleich aufsuchten, denn wir hatten heute ca. 400 km vor uns. Einer der Männer dort war sehr freundlich und prüfte den Luftdruck und wieder war auf dem hinteren rechten Reifen zuwenig Luft. Er füllte die Luft nach. Nach kurzer  Überlegung fragten wir aber, ob er den Reifen nicht prüfen könne, denn das nach 2 Tagen schon wieder Luft fehlt, wenn auch nicht viel, kam uns nicht normal vor. Sofort machte sich der Mann an die Arbeit und fand im inneren des Reifens einen 7cm langen Nagel stecken, der von außen aber nicht  sichtbar war. Dankbar für die richtige Entscheidung und die schnelle Reparatur haben wir die 18 $  gerne bezahlt.

schlechtes Wetter bei City of Rocks

Nun ging es aber los in Richtung City of Rocks! Auf dem 150km langen Weg wurde das Wetter km um km immer schlechter, bis es als Krönung auf dem über2000 mhohen Plateau der City of Rocks auch noch zu schneien anfing. Im Besucherzentrum hatten wir uns erkundigt, ob die Gravelroad über die Berge bei diesem Wetter befahrbar sei, was laut Ranger aber kein Problem sein sollte. Die Hellen Felsen auf dem Berg waren gigantisch anzusehen, wobei man sie nur schemenhaft erkennen konnte, aussteigen aus dem Auto war kaum möglich bei dem Schneetreiben, der ins Mark gehenden Kälte und dem stürmischen Wind, Natürlich haben wir aber trotzdem einige Bilder geschossen.

City of Rocks

Nachdem wir die Passhöhe überschritten hatten, stand plötzlich ein Kalb mitten auf der Straße und wollte nicht weichen. Es rannte bestimmt ca. 2km vor dem Auto her, bis es ein Einsehen hatte oder einfach nicht mehr konnte und endlich auf die Seite lief. Diese Gegend liegt sehr abseits der Hauptverkehrswege ist aber wunderschön. Leider konnten wir bei diesem Wetter nur durchfahren und die Landschaft nicht wirklich genießen.

Weiter ging es durch die Landschaft Idaho’s , die ganz anders ist als das, was wir bisher gesehen haben. Hier ist alles viel grüner. Es wird viel Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehhaltung betrieben. Die Flächen werden mit riesigen Beregnungsanlagen gewässert. Die Gestänge sind an einem Punkt aufgehängt haben eine Länge von 400m! und fahren so einen Kreis ab mit 800m Durchmesser. Bei Google Earth kann man die Kreise sehr schön sehen, wenn ihr nach Burley Idaho sucht. Wir fuhren in dieser Gegend auf Nebenstraßen und Gravelroads über Twinfalls zu 1000 Springs bei Hagerman. Der Snake River hat einen Canyon in das Vulkanische Gestein geschnitten. Dort tritt Wasser an vielen Stellen aus der Canyonwand aus und wird für eine große Fischsucht und zur Stromgewinnung genutzt, daher der Name 1000 Springs. Dementsprechend sind dort auch viele schöne Wasserfälle  zusehen.

Tousand Springs

Tousand Springs

Der Weg führte uns über die Interstate zurück nach  Twinfalls. Man fährt über eine Brücke in die Stadt und wow, es öffnet sich ein riesiger tiefer Canyon mit dem Snake River.

Snake River

 Hinter der Brücke hielten wir am Aussichtspunkt an, um diese wundervolle Kulisse  anzusehen. Es hielt uns aber nicht lange hier , da ein starker, kalter Wind wehte und so fuhren wir weiter zu den Shoshone Falls in der Stadt, die bei wenig Wasserstand immer noch imposant waren.

Shoshone Falls

 Eigentlich wollten wir nur bis Burley fahren um hier zu übernachten, entschieden uns aber dann weiterzufahren bis Pocatello, um am nächsten Tag weniger Kilometer bis Jackson zu haben. Allerdings gab es noch eine Schrecksekunde oder auch Minuten. Denn die Tankreservelampe am Auto leuchtete plötzlich. Wenn man eine Tankstelle braucht ist natürlich keine in Reichweite. Mit dem wirklich letzten Tropfen kamen wir nach American Falls und der Tank bekam Nachschub.13,19 Gallonenhaben wir getankt.13,9 Gallonenfast der Tank. Auch hier konnten wir Bewahrung erfahren. In Pocatello mieteten wir uns im Ramada Inn ein. So haben wir Amerika heute Temperatur mäßig und landschaftlich von einer anderen Seite erlebt.