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Heute waren wir um halb fünf wach. Der Sonnenaufgang warf seinen Schatten mit schön gefärbtem Himmel voraus. Eigentlich wollte ich in der Nacht Bilder von der Milchstrasse machen, die hier wegen wenig Licht und klarer Luft sehr gut zu sehen ist. Aber einige Wolken und der Vollmond machten mir einen Strich durch die Rechnung. Kam mir auf der anderen Seite auch zugute, da ich doch sehr müde war.

Wir haben auf dem Zimmer gefrühstückt. Das mit der Kühltasche auf Rädern und dem Toaster klappt wirklich super. Wir haben immer kühles Essen und Getränke und ein bischen Komfort in Form von Toasts ist auch drin. Nach dem Frühstück haben wir alle Sachen gepackt und machten uns auf in den Great Basin NP. Dort stand die Wanderung zu den Bristlecone Pine Trees auf dem Programm. Aber noch in Baker bemerkte ich, das die Luftdruckanzeige im Auto aufleuchtete. Ich fühlte mich an vor 2 Jahren im Zion erinnert, wo wir einen Plattfuss hatten. Aber man konnte an keinem Reifen einen Druckverlust sehen. Die Tankstelle in Baker war ein Automat, den konnte ich leider nicht nach Luft fragen. Wir entschieden uns weiter zufahren mir einem mulmigen Gefühl im Bauch. Das Ziel lag auf 3050m. Die Aussicht auf dem Weg dort hin war grandios. Das Snake Valley 1500m unter uns, am Horizont begrenzt eine Bergkette das Tal, eine unglaubliche  Weite. Man kommt sich vor wie im Flieger. Ich habe keine Bilder davon, man kann diese Weite, die man sieht und das Gefühl dabei einfach nicht auf einem Bild festhalten.

Wheeler Peak

Wheeler Peak

Am Parkplatz angekommen, eine kurzer Reifencheck aber nichts Auffälliges, dann die Sachen gepackt und auf geht’s. Die Bristlecone Pines sind die ältesten Lebewesen auf Erden und wachsen in Höhe der Baumgrenze in drei Hainen im Great Basin NP. Einige Bäume sind über 4000 Jahre alt. Größtenteils scheinen die Bäume abgestorben. Viele sind mehrstämmig, wobei nur einige Zweige und ein Teil des Stammes noch leben. Dies ist ein Zeichen für das hohe Alter. Aber genug geschrieben hier  ein paar Bilder.

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Die Formen der Bäume haben uns schon beeindruckt. Wir sind dann weiter zum Stella Lake gelaufen. Man fühlt sich hier an die Alpen erinnert. Wir waren knapp 4 Stunden unterwegs und sind ca. 9km gelaufen. Beide haben wir uns gefragt wie wir vor 2 Jahren die Wanderung in den Grand Canyon geschafft haben. Denn wir waren zwar nicht kaputt, spürten aber die Wanderung schon in den Knochen. Dies ist aber wohl vor allem der Höhe und nicht unserer „super“ Kondition geschuldet.

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Wir verabschiedeten uns von dieser tollen Gegend und machten uns auf Richtung Salt Lake City. Dabei fuhren wieder durch endlose Täler, mit endlosen Geraden…. . In Delta tankten wir und fragten nach Luft für die Reifen. Aber in Amerika gibt es so was an Tankstellen wohl nicht. Wir fanden dann aber noch eine mit angeschlossener Reifenwerkstatt, die allerdings geschlossen war (Sonntag). Die junge Dame an der Kasse war aber sehr freundlich und half aus. Tatsächlich hatte der hintere linke Reifen zuwenig Luft, die wir dann auffüllten. Mal schauen ob es hält.

Weiter ging es Richtung Little Sahara, einem Dünengürtel,  allerdings sollte der Eintritt 18$ kosten, das ersparten wir uns und fuhren weiter. Es ging am Utahsee entlang. Überall gepflegte tolle Häuser viele Golfplätze. Wohl eine bessere Gegend, zu dem was wir bisher gesehen haben. So langsam machten wir uns Gedanken wegen eines Motel und hielten vor einem McDonadls, gingen aber nicht rein (was ein Schmerz), sondern nutzen den WLAN Zugang. Nach erfolgreicher Suche fuhren wir zum 7km entfernten Sleep In und checkten für 69$ ein. Das Zimmer war sehr schön, hat freies WLAN und ist mit Frühstück.