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Heute stand nur die Fahrt nach Vernal auf dem Programm. Mit über 400 km aber eine stramme Strecke. Wir ließen uns aber morgens Zeit und fuhren so gegen 09:30 Uhr in Jackson weg. Der Weg führte anfangs durch die Berge  und später durch weitläufige Hochebenen die auf 2000-2300 m Meereshöhe lagen. In Rock Springs machen wir Pause bei, na wo schon, bei Mc D. Weiter ging es durch öde Landschaften, die nun von Canyons durchzogen wurden. Wir fuhren an der Flaming Gorge, einem aufgestauten See, der ein ganzes zerklüftetes Tal einnimmt mit vielen Roten Steinen und Bäumen vorbei. Sehr schön anzusehen.

Nun stand die Überquerung des Ashley National Forrest an. Dort waren wir auf dem höchsten Punkt bei knapp 2600m.

Nach dem Nationalforst wurde die Gegend zerklüfteter und sah typisch nach Südwesten aus. 

Am Frühen Nachmittag kamen wir dann in Vernal an. Da wir noch keine Unterkunft hatten, begaben wir uns sofort auf die Suche. Allerdings sollte sich das als ziemlich schwierig herausstellen. Die ersten beiden Motels waren belegt. Im Super 8  wäre ein Zimmer für 89 $ frei. Wir Oberschlauen meinten aber noch was besseres oder günstigeres zu finden und setzten die Suche fort. Bei den nächsten 6 Motels nur Absagen. In Vernal musste wohl eine Veranstaltung sein, das kein Zimmer zu bekommen war. Die Dame in einem Motel war sehr nett und telefonierte noch andere Motels an. Beim letzten, es hieß „The Small Hotel“ war noch in Zimmer frei. Sie zeigte uns den Weg, jedenfalls so halb, denn das Hotel war wohl ein bisschen außerhalb und nicht mehr auf der Karte. Wir fuhren los, kamen aber nicht sehr weit. Am Straßenrand war ein Arbeiter mit Markierungen beschäftigt, den fragten wir. Es kannte das Hotel zwar nicht, konnte sich aber denken was wir meinten und  fragte, ob er uns hinführen solle. Dankend nahem wir an und er führte und direkt vor das Haus.  Ja, Haus, denn es war ein Privathaus. Wir machten die Tür auf, denn eine Klingel gab es nicht. Es empfing uns ein alter gebrechlicher Mann. Er zeigte uns ein sehr kleines enges Zimmer mit Bad auf dem Flur gegenüber. Christianes Vorfreunde wurde stark eingetrübt und als das Zimmer dann noch 94 $  kosten sollte, war unsere Schmerzgrenze erreicht und wir sagten dem Mann ab. Genervt fuhren wir dann doch zum  Super8, in der Hoffnung, dass das vorher angebotene Zimmer noch frei war. Der Inder an der Rezeption schmunzelte, als er uns sah. Das hätten wir auch eher haben können. Im Übrigen sind dort wohl fast alle Motels in Indischer Hand und die Preise scheinen abgesprochen, wie wir feststellten. Froh, noch ein Zimmer bekommen zu haben, trugen wir unserer Klamotten hoch und machten uns noch auf zum Fantasy Canyon, der so 50km und eine Stunde entfernt war.

Das brachte dann noch einen schönen Tages Ausklang, bei herrlichem Licht. Für morgen haben wir dann Abend noch für die nächsten 2 Nächte in Green River ein Super 8 für 115€ gebucht. Geht also auch günstiger.

Nachtrag: Ich habe ganz vergessen zu schreiben, das wir auf dem Rückweg vom Fantasy Canyon einige Wilde Mustangs gesehen haben . Christiane hatte sie entdeckt und war ganz begeistert nach den für sie langweiligen Steinen. Hier ein Bild davon: