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Nach einer ruhigen Nacht, wachten wir heute „erst“ um 5 Uhr auf. Ich schrieb den Bericht vom Vortag und wir ließen es gemütlich angehen. Nach dem Frühstück, welches für ein Continental Breakfast wirklich gut war,  machten wir uns um halb neun auf zur Kennecott Copper Mine. Das ist die größte Tagebaumine der Welt. Oder einfach nur ein Riesen Loch. Das größte von Menschenhand geschaffene Loch, das selbst noch vom Weltraum zu sehen ist. Die Mine wurde 1906  in Betrieb genommen, da war dort noch ein Berg. Heute ist das Loch 1.200m tief und hat einen Durchmesser von 4.000m. Wir zahlten am Eingang die 5 Dollar Eintritt, die für einen guten Zweck verwendet werden und fuhren zum Visitor Center. Beim Ersten Blick in das Loch kam der „Aha“ Effekt. Es ist einfach überwältigend, diese Dimensionen zu sehen. Da wird das Gefühl der Größeneinschätzung gehörig an der Nase rumgeführt. Die Monstertrucks, die Erz und Abraum fahren wirken wie Spielzeuge und sind dabei doch so groß. Allein das Rad ist ca. 4m hoch.  In der Mine werden jedes Jahr 500.000 Tonnen reinstes Kupfer gewonnen, das entspricht 10.000 Blauwalen. Neben Kupfer wird auch Gold und Silber gewonnen.

Kennecott-Copper-Mine

Kennecott-Copper-Mine und im Hintergrund der große Salzsee

Kennecott Copper

mit knapp 4m Höhe und 25000 $ pro Stück wahrhaft große Dimensionen

Kennecott Copper

Kennecott CopperErgänzung in 2014: Ein drittel der Mine ist durch einen gigantischen Erdrutsch eingestürtzt. Das Besucherzentrum, wo wir standen existiert nicht mehr und ist mit in das Loch gerutscht. Ich habe das mehr durch Zufall durch einen Kommentar erfahren. Besucher dürfen heute nicht mehr zur Mine.

Hier könnt ihr ein Timelapse Video sehen, das ich in 2012 gemacht habe. Heute leider nicht mehr möglich. Hat also Seltenheitswert

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Nachdem wir uns entlich von dem fazinierenden Anblick loseisen konnten, führte uns der Weg weiter nach Salt Lake City an den Temple Square. Dem ist das Zentrum der Mormonen. Dieser Bereich der Stadt sieht aus wie geleckt. Dort kann man vom Boden essen, so sauber wird der Park gehalten. Die Gebäude kann man besichtigen. Nur in den Tempel selbst kommt man nicht rein. Ist so was wie das „Allerheiligste“. Durch einen Tipp im Internet gingen wir zum Verwaltungsgebäude um vom 26. Stockwerk eine schöne Sicht auf die Stadt zu haben. Eine Dame begleitete uns und erzählte uns ein bisschen was über die Chronik der Stadt. Die Aussicht war wirklich toll. Ohne den Tipp hätten wir von dieser Möglichkeit gar nichts erfahren.

Mormonen Temple

Das anschließende shopping in der Stadt war auch schnell beendet, da es nur Geschäfte für den großen Geldbeutel gab. Danach sind wir nach Layton in eine Shopping Mall gefahren aber shoppen gehen ist nicht so unser Ding. Wenigstens fanden wir ein Geschäft, welches mein Uhrenarmband reparieren konnte. Die letzte Etappe, neben der Fahrt zur heutigen Unterkunft führte uns in den Antelope State Park, eine Insel im Großen Salz See, die über einen 11km langen Damm mit dem Festland verbunden ist. Dort gibt es freilebende Bisons und Springböcke und auch Touristen. Die letzte Spezies ist manchmal sehr unvorsichtig. Ein weiblicher Zweibeiner ging zum fotografieren auf einen liegenden Bison und war nur noch ca. 5m entfernt. Da stand das Tier plötzlich auf und rannte auf den Touri zu. Die nahm die Beine in die Hand und rannte Richtung Auto, stolperte dabei noch fast und verlor ihre Kamera. Der Bison blieb dann stehen und die Kamera konnte gesichert werden. Das sah schon sehr lustig aus, wenn gleich es nicht ganz ungefährlich war.

Antelope Island

Antelope Island

Wir beobachteten noch ein wenig weiter und gegen halb sieben ging es Richtung Unterkunft, die für die heutige Nacht im Sandman Motel in Tremonton war. Ein weiterer sehr schöner Tag ging zu Ende.