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Nach dem Motto „the early bird catch the worm“ klingelte der Wecker heute um 4 Uhr. Es stand die Fahrt zum Mesa Arch im Canyonsland National Park an. Christiane schmierte noch ein Paar Brote und los ging es. Ich wollte so um halb sechs  dort sein, da um sechs die Sonne aufgeht. In der Regel ist dort um die Zeit Hochbetrieb aber nur begrenzt Platz. Ich kam als dritter und ergatterte einen guten Platz. Bis kurz vor sechs waren dann so 10 fotobegeisterte vor Ort und wie sich raus stellte fast alles Deutsche. Es war toll mit anzusehen wie der Arch von der Unterseite anfing zu leuchten als die Sonnen auf ging.

 Das Schauspiel war nach einer halben Stunde vorbei und wir fuhren weiter auf  dem Plateau „Islands in the sky“ zu verschiedenen Punkten, wo man beeindruckende Aussichten in die Canyonlandschaften hatte. An einem Aussichtpunkt nahmen wir uns was zu essen und zu trinken mit und machten erstmal Pause. An einem anderen Aussichtpunkt hielten wir erst mal eine viertel Stunde ein Schläfchen, da wir viel Zeit hatten.

Weiter stand auf dem Programm über den Shafer Trail in den Canyon zu fahren, um dann wieder nach Moab zu kommen.

 Das wurde zum echten Abenteuer und ist nichts für Leute, die Höhenangst haben. Am Beginn des Trails standen dann auch die entsprechenden  Warnschilder und das man Allrad braucht. Wir würden noch sehen warum. Auf dem ersten Abschnitt, der vom Canyonrand zusehen ist, ließ es sich gut fahren. War reine Kopfsache, da man so einen Meter vom Abgrund, der schon mal 250m sein konnte, lang fuhr. Den eigentlichen Shafer Trail hatten wir problemlos geschafft. Im rechten Bereich des Bildes schlengelt sich der Weg zwischen den glatten und den darüberliegenden Brüchigen Felsen entlang um dann in der Einbuchtung im linken Bildteil in die Tiefe zu führen.

 Nun zweigte der Weg ab, durch einen weiteren Canyon, Richtung Colorado und da begann das Abenteuer und wir schalteten den Allrad ein. Der Weg war gespickt von großen Steinen, kleinen Steinen, Felsplatten, Felsenund tiefen Löchern, sodass man mit dem laufen schneller war. Wir stiegen zum teil aus, um das Gelände vor uns zu erkunden, wie man denn am besten fahren könnte.

Christiane ging manchmal vorweg und schaute wo man am besten lang fährt. Mir hat das großen Spaß gemacht und wir haben nicht ein einziges mal aufgesetzt. Da hatten andere wohl weniger Glück, den an machen Felsen waren überdeutliche Schleifspuren von Fahrzeugunterböden zu sehen. Der Gipfel der Ironie war ein Schild mit Tempolimit 15 Meilen, welches ausgerechnet vor einer der besagten Felsplatten stand. Die Amerikaner haben echt Humor.

Wir arbeiteten uns weiter voran, mal war der Weg besser mal schlechter. Tolle Aussichtpunkte säumten den Weg.

Vorbei ging es an riesigen Becken einer Firma die Salz herstellt. Die leuchteten in grellen blauen Farbtönen.

Wir hatten es bald geschafft, die Strecke wurde besser, da hörte ich kurz ein dumpfes Geräusch und dachte noch, dass es ja wohl hoffentlich nicht der Reifen wäre. Eine Minute später begann die Leuchte für den Reifendruck an zu leuchten. Ich hielt sofort an und hörte schon das Zischen. Vorne links entwich die Luft sehr schnell und der Reifen war innerhalb zwei Minuten platt. Na, da hatten wir ja heute das volle Programm. Also war Reifenwechsel angesagt. Leider hatten wir nur ein Notrad. Aber besser ein Notrad als gar kein Rad. Vorsichtig und langsam fuhren wir dann weiter. Nach 500m erreichten wir dann die Teerstrasse. Christiane war glücklich. Man kann jetzt denken, dass der Reifen die 500m ja auch noch hätte halten können. Wir waren dankbar, dass er nicht weiter oben, auf dem ganz schlechten Stück schlapp gemacht hat. Wir ließen uns die Laune nicht verderben und fuhren wie geplant zum Parkplatz für die Wanderung zum Corona Arch, der auf dem Weg lag. Die Reifendienste hatten am Sonntag eh alle zu. 

Die Wanderung zum Arch war heiß aber kurzweilig. Wir trafen ein deutsches Ehepaar und auch andere Deutsche und unterhielten uns angeregt. Anfänglich mußte man über die Bahnschienen gehen . Diese wurden extra für die Salzfirma angelegt und in den Felsen gefräst.

Am Corona Arch wurde das Video von Jugendlichen gedreht, die sich mit langen Seilen von dem Arch schwingen (largest robe swing auf youtube). Der Arch war schon gewaltig und schön anzusehen.

 

Froh die Wanderung trotz Reifenpanne gemacht zu haben, fuhren wir mit unserem halben Reifen langsam nach Moab. Morgen wird dann unser erstes Ziel der  Reifendienst sein bevor es weiter zum Monument Valley geht.