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Gestern wollten wir dann noch mal in das Bärengebiet um unser Glück bei der Bärenbeobachtung zu versuchen. Unseren Ersten Stopp legten wir kurz nach dem Parkeingang ein. Dort waren Deeres mit Jungen zu sehen. Es bildete sich der übliche Stau.

 Danach ging es weiter zu den Towerfalls. Einem Wasserfall, der zwischen zwei Klippen in die Tiefe stürzt. Das war sehr schön anzusehen.

Wir liefen den Trail zum Fluss runter. Dort war aber nichts Besonderes. Der weitere Weg zum Wasserfall war wegen Auswaschungen gesperrt. Christiane spielte Eva und meinte, dass wir ja nun schon mal den ganzen Weg nach unten gelaufen seien und sie den Wasserfall gerne von unten sehen wolle. Ich werte mich nur kurz und so  gingen wir den gesperrten Trail weiter. Tatsächlich war ein Stück des Trails vom Wasser weggespült und wir mussten Drumherum klettern, waren aber wohl nicht die Ersten. Der Wasserfall von unten war viel interessanter aber auch furchteinflößender. Das donnern des Wassers in der engen Schlucht, war ganz schön laut.

Weiter fuhren wir zu den Stellen, an denen wir gestern die Bären sahen. Heute allerdings hatten wir dort kein Glück. Es ging ein Stück zurück und wir bogen ein ins Lamar Valley. Ein sehr schönes Tal in dem sich ein Fluss schlängelt und viele Bisons weiden. Wir sahen auch ein paar Gabelböcke.

Plötzlich standen wieder einige Autos an der Strasse. Wir hielten auch und stiegen aus. Kaum zu glauben in ca. 300m Entfernung lief ein Grizzly die Wiese entlang. Bisons, die in der Nähe standen ergriffen die Flucht. Wahnsinn, ein Grizzly live in freier Wildbahn. Wenn auch nur mit dem Fernglas gut zu sehen. Na dann fehlten ja nur noch Wölfe. Ich kann’s aber vorweg nehmen. Die Wölfe haben wir leider nicht mehr gesehen. Aber es kam trotzdem noch besser. Erstmal fuhren wir weiter und sahen in der Ferne mit dem Fernglas  an einem Berghang wieder einen Schwarzbären mit 2 Jungen. An der Rangerstation im Lamar Valley drehten wir und machten uns auf den Rückweg. Auf einmal, wir trauten unseren Augen nicht, sahen wir wieder ein Grizzly. Diesmal aber direkt am Straßenrand.

Er lief auf die Straße, und ihr werdet es kaum glauben, trottete der Bär langsam über die Brücke, die vor uns lag. Nicht dumm der Meister Petz. War der Weg doch wesentlich kürzer als durch das Tal. Die Autofahrer waren etwas irritiert und überrascht. Nach der Brücke lief der Bär dann einen Hang hoch. Ich sagte zu Christiane sie solle ein Stück weiter fahren, vielleicht taucht der Bär hinter der Kurve ja wieder auf. Und tatsächlich kam er nach einem Moment aus dem Wald und lief über die Wiese wieder Richtung Strasse. Es standen mittlerweise überall Autos. Das störte den Bär aber keineswegs. Er lief zwischen den Autos durch, die Schaulustigen suchten schnell Schutz in ihren Autos, überquerte abermals die Strasse und entfernte sich dann. Da hatten wir gerade unser Tages Highlight erlebt.

Heute ließen wir es langsam angehen. Es stand die Fahrt zurück zum Grand Teton auf dem Plan.

Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg und fuhren bei sonnigem Wetter auf der Südwestroute im Yellowstone noch ein paar Geysir Basins an und natürlich zum Abschluss noch mal den Old Faithfull.

Dort liefen wir den Rundweg und erlebten den Ausbruch des Old Faithfull von der Ferne. Aber zwei, der am Rundweg gelegenen Geysire brachen auch noch aus. Welch ein Schauspiel. Hier nun noch ein paar Bilder von Heißen Quellen und Geysiren.

 

Der Tanz auf dem Vulkan Yellowstone, mit den surrealen Landschaften an den Geysir Basins, der Landschaft an sich, den Canyons und vor allem den Wildtieren war so unvorstellbar schön und wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Daran ändert auch der große Brand von 1988 nichts, bei dem über 30% der Waldbestände zerstört wurden. Das sieht man noch heute an dem vielen abgestorbenen Holz.